Aktuelles
aus den Bereichen Steuer- und Wirtschaftsberatung.
Wir freuen uns, Sie auf den Seiten unserer Kanzlei begrüßen zu dürfen.
Kompetent - Individuell - Transparent: Mit diesem Ansatz setzen wir Maßstäbe als Partner von kleinen und mittelständischen Unternehmen, Selbständigen, Freiberuflern und Vereinen.
So vielfältig wie die Landschaft der Tätigkeiten unserer Kunden ist, so ernst nehmen wir es, für Sie den passenden Weg zu finden.
Immobilien und Erhaltungsaufwendungen

Oft werden Immobilien, die als Investitionsobjekte angeschafft werden, nach Kauf umfassend saniert. Diese Aufwendungen sind im Regelfall als sofort abziehbare Werbungskosten im Jahr der Zahlung abziehbar. Werden allerdings innerhalb von drei Jahren nach Anschaffung Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt, deren Nettobeträge größer als 15% der Gebäudeanschaffungskosten betragen, gelten sie als anschaffungsnahe Herstellungskosten n. §6 I Nr. 1a EStG. Klingt erstmal einfach, aber hier gibt es gleich mehrere Fallstricke, die unbedingt zu beachten sind:
1. Beginn des Dreijahreszeitraums: Beginn der Dreijahresgrenze ist nicht das Datum des notariellen Kaufvertrags, sondern der Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen Eigentums.
2. Unterschiedliche Nutzung des Gebäudes: Wird das Gebäude unterschiedlich genutzt (eigenbetrieblich, fremdbetrieblich oder zu eigenen oder fremden Wohnzwecken), ist jeder selbständige Gebäudeteil gesondert zu betrachten.
3. Zutreffende Einordnung der zugrundeliegenden Maßnahmen: Neben den klassischen Instandhaltungs-/ und Renovierungskosten sind auch Schönheitsreparaturen ausdrücklich mit in die 15% Grenze einzubeziehen.
Steuererklärung per App - in Zukunft auch für immer mehr Steuerpflichtige möglich!
Der Traum vieler Steuerpflichtiger ist: Die lästige Steuererklärung einfach automatisiert machen lassen und dann bloß noch freigeben. Dafür braucht es keinen Steuerberater und auch keinen Lohnsteuerhilfeverein, das geht ab 01.07.2026 tatsächlich! Noch nicht für alle Steuerpflichtige, aber immerhin...
Und so funktioniert´s: Der Steuerpflichtige muss sich einmalig bei der "Steuererklärung per APP mit einem Klick" registrieren und erhält dann einen Vorschlag zur Einkommensteuererklärung 2025 zugesandt. Dieser kann ergänzt, berichtigt oder direkt freigegeben werden und das war´s. Klingt gut, doch kann auch nach hinten losgehen. Werden Daten im Rahmen der vorausgefüllten Steuererklärung falsch übermittelt oder gibt der Steuerpflichtige die Daten ohne eingehende Prüfung frei, haftet der Steuerpflichtige. Auch wenn es um das Thema Werbungskosten geht, z.B. bei der Anlage N, muss dies vom Steuerpflichtigen selbst eingetragen werden, da das Finanzamt die notwendigen Informationen gar nicht kennen kann.
Dennoch ist die Digitalisierung im Steuerbereich ein dringend notwendiger Schritt in die richtige Richtung und soll laut Finanzministerium in München stetig weiterentwickelt werden!

Die sog. "Abfärbetheorie" im Fokus!
Das Steuergesetz unterscheidet klassische freiberufliche Tätigkeiten n. §18 EStG und gewerbliche Tätigkeiten n. §15 EStG. Die Unterscheidung und passgenaue Zuordnung der jeweiligen Einkünfte ist in der Praxis tatsächlich gar nicht so einfach, wie man sich vorstellen mag.

Klassisch selbständig (nach Steuerrecht) sind z.B. Ärzte, Notare, Rechtsanwälte und Steuerberater. Originär gewerblich tätig sind Groß- und Einzelhandelsunternehmen.
Der große steuerliche Unterschied? Die Selbständigen müssen keine Gewerbesteuer zahlen!
Was aber, wenn gemischte Tätigkeiten vorliegen? Hier hat das Gesetz die sog. Bagatellgrenze eingeführt. Das bedeutet: eine gewerbliche Infektion unterbleibt, wenn die gewerblichen Nettoumsätze folgende Grenzen nicht übersteigen:
- 3% der Gesamtnettoumsätze der Gesellschaft UND
- 24.500 € im Kalenderjahr
Wird eine dieser Grenzen gerissen, "färbt" die gewerbliche Tätigkeit auf die selbständigen Einkünfte ab und alles wird als gewerblich umqualifiziert.
Das kann zu schmerzhaften Gewerbesteuernachzahlungen führen.
Es gibt in der Praxis noch deutlich mehr Fälle, die eine sog. Abfärbung zur Folge haben, deshalb kommen Sie gerne auf uns zu, wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben. Wir kennen uns bestens aus!
Formerleichterungen nach §2267 BGB - es gilt trotzdem einiges zu beachten!
§ 2247 BGB besagt, dass ein Testament auch dann gültig ist, wenn es der eine Ehegatte eigenhändig verfasst und es der andere Ehegatte "nur noch" eigenhändig mitunterzeichnet. Diese Regelung ist vor allem dann sinnvoll, wenn der Erblasser aus Krankheitsgründen daran gehindert ist, ein eigenhändig Testament zu verfassen, aber seinen letzten Willen rechtsgültig festhalten möchte.
Das OLG Brandenburg hat nun in einem spannenden Fall v. 10.02.2026 geurteilt, dass es zu du den oben genannten Voraussetzungen zwingend erforderlich ist, dass der Erblasser das Testament bei der Verfassung auch selbst gelesen hat. In dem betreffenden Fall war die Erblasserin aufgrund Ihrer fortgeschrittenen Krankheit offensichtlich nicht mehr in der Lage, das Schriftstück zu lesen. Das Testament war damit unwirksam!
Die Wirtschaftsidentifikationsnummer - Was muss, was kann?
Für eine eindeutige Identifizierung und Zuordnung von wirtschaftlich Tätigen, wurde Ende 2024 die Wirtschafts-Identifikationsnummer eingeführt. Diese wird seitdem vom Bundeszentralamt für Steuern schrittweise vergeben und sollte "nicht unter den Tisch fallen".
Die W-IdNr. besteht aus den Buchstaben "DE" und neun Ziffern. Sie entspricht somit im Aufbau der USt-IdNr. Die W-IdNr. wird zusätzlich um ein Unterscheidungsmerkmal (§ 1 Absatz 1 Wirtschafts-Identifikationsnummer-Verordnung) ergänzt. Da nicht jeder Unternehmer auch unbedingt eine USt-ID Nr. hat, sollte die W-ID.Nr. gut aufbewahrt werden, da Sie als Identifikationsmerkmal bei Anträgen, Erklärungen oder Mitteilungen gegenüber Finanzbehörden und selbst im Impressum einer geschäftsmäßigen Internetseite angegeben werden muss.
Nicht in der Nähe? Unterwegs? Aber per Telefon ist es Ihnen zu unpersönlich?
Wir sind auch über Microsoft Teams für Sie da und ermöglichen Ihnen auf diese Weise eine vertrauensvolle, digitale Umgebung. Denn wir wissen: Beratung ist Vertrauenssache.
Unserer besonderer Service für Sie:
Ist es Ihnen nicht möglich Beratungstermine unter der Woche wahrzunehmen? Dann sind wir nach Vereinbarung auch gerne am Wochenende für Sie da!
Rufen Sie uns an: +49 (0) 911 54 81 80 oder vereinbaren Sie über das Kontaktformular einen Rückruf!
